Cedric Wetzel - Denn wer braucht schon Grenzen?
Viele sagen das beste Wetter zum Fotografieren sei wenn es hell und wolkig ist, da die Wolken als eine Art Diffusoren wirken und damit Schatten weich und Kontraste reich machen. Was ist jetzt aber, wenn grade dieser trostlose, weiße Himmel später auf dem Bild die ganze Stimmung versaut? Dazu dieses Tutorial.
Man kann das Bild freistellen! Aber wie will man beispielsweise einen Baum mit etlichen kleinen Blättern frei stellen? Statt sein halbes Leben mit dem Freistellen jedes einzelnen Blattes mit Hilfe des Zeichenstiftes zu verbringen, oder ein unsauberes Ergebnis mit dem Zauberstab zu bekommen, helfen ganz andere, simple Sachen.
Das Ausgangsbild:
Wir fügen eine Tonwertkorrekturebene hinzu (siehe Bild).
Jetzt muss die Tonwertkorrektur vorgenommen werden. Dazu den weißen Schieberegler ganz rechts mit gedrückter ALT-Taste langsam nach link bewegen. Durch das Drücken der ALT-Taste wird das, was sich verändert, in weiß dargestellt. Der Schieberegler wird nun so lange nach links geschoben, bis die Konturen noch gut zu erkennen sind. Das ganze passiert am besten auf 100% Zoom-Stufe.
Man würde jetzt von einem komplett ausgefressenen und überbelichteten Himmel sprechen, aber genau das wollen wir ja auch. Denn jetzt können wir durch das Duplizieren der Hintergrundebene und anschließende Zusammenführen der Tonwertkorrektur und der Kopie des Hintergrundes eine Farbtrennung vollziehen. (Bild≫Korrekturen≫Tontrennung).
Am besten kopiert man jetzt schon die Hintergrundebene erneut, da wir diese später schnell und ohne große Umwege gebrauchen werden.
Die Ebene der vorher durchgeführten Tontrennung auswählen und auf „Auswahl≫Farbbereich“ klicken. Jetzt mit der Pipette eine weiße, freie Stelle auswählen und mit dem Schieberegler die Auswahl regulieren. Hierbei am besten immer wieder den Radiobutton zwischen Auswahl und Bild hin und her switchen, damit nicht zu viel oder zu wenig weg genommen wird.
Nun erscheint die neue Auswahl. Durch einen Klick auf „Auswahl≫Auswahl verbessern…“ öffnet sich ein neues Menü. Hier muss nun die Auswahl nach Belieben und Aussehen verbessert werden, da die Kanten wahrscheinlich zu hart wären und das Resultat ein unecht aussehendes Bild wäre.
Ein kleiner Zwischenstand:
In der Ebenenpalette sollte einmal die Hintergrundebene verfügbar sein, darüber die Kopie der Hintergrundebene, sowie die bearbeitete, nahezu schwarz-weiße Ebene.
Mit einem Klick auf die Kopie der Hintergrundebene aktivieren wir diese und können mit einem Druck auf die „Entf“-Taste den Hintergrund entfernen.
Jetzt sind wir fast fertig und können jeden beliebigen Hintergrund einfügen.
Fertig!