Cedric Wetzel - Denn wer braucht schon Grenzen?
Immer mehr “Nazi-Seiten” sind online – im letzten Jahr bereits 1707. Viele dieser Seiten sollen Videos, Bilder sowie Musik enthalten, welche vor allem Hass-Botschaften enthalten.
Seiten mit “unzulässigem Inhalt” sollen zukünftig gesperrt werden. Lustig: Gesperrt werden soll am besten, wie bei den Kinderpornosperren, mit dem roten Stoppschild, welches von Ursula von der Leyen, auch zum Schutz der Kinder, initiiert wurde. Klar, die Seiten werden natürlich nicht wegen des womöglich verfassungswidrigen Inhaltes gesperrt, nein, sondern auch hier um die Jugendlichen zu schützen. Kritiker hatten es bereits befürchtet, dass die Sperrung von “KiPo-Seiten” nur der Anfang sei und womöglich für andere Präsenzen im Internet ausgenutzt werden könnten. Das Problem daran ist, dass die gesperrten Seiten nicht öffentlich bekannt gemacht werden, wodurch eine Kontrolle durch den Bürger ausgeschlossen ist.
Das Internetportal jugendschutz.net, welche die oben genannte Zahl in ihrem Bericht bekannt gegeben hat, erwähnt allerdings keine Sperrung, wie sie der Bayrische Innenminister Joachim Herrmann der CSU fordert, sondern eine konsequente Löschung. So hat jugendschutz.net in der Vergangenheit direkten Kontakt zu den Hostern aufgenommen (auch im Ausland) und dort um Löschung der Seiten gebeten. Dabei beruft sich die Schützer auf die im Ausland gültigen Gesetze, welche u.a. Rassismus verbieten. Der Erfolg dabei ist groß: 90% der zu löschenden Seiten existieren nicht mehr.
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