Nach längerer Zeit mal wieder ein neues reines Photoshoptutorial von mir. Es gibt zwar schon tausende gleicher Tutorials im Internet, und der Vollständigkeit halber muss ich eben auch noch eins machen Zum Komfort habe ich jedoch das komplette Projekt-File, sowie alle zu dem im Vorschaubild gezeigten Stile angehängt.
Heute möchte ich euch zeigen, wie ihr ganz einfach mit einem Blitz, welchen ihr am besten entfesselt auslöst, den Hintergrund komplett schwarz bekommt.
Fangen wir beim benötigten Equipment an: Am besten wäre eine DSLR mit einem leistungsstarken Aufsteckblitz, sowie Sender und Empfänger für den Blitz um diesen entfesselt auslösen zu können (Kabel funktioniert auch).
Ich habe eine Canon EOS 400D, einen Canon Speedlight 430EX II und ein Yongnuo RF-602 Set.
Optimal erhält man einen gleichmäßigen und vor allem am besten steuerbaren Hintergrund im Studio wenn man sein Model vor einen schwarzen Vorhang stellt, der möglichst nicht reflektiert. Auf die Nacht zu warten wäre auch eine Möglichkeit, aber nicht immer hat man unbedingt die Zeit dazu. Also muss improvisiert werden.
Dazu machen wir uns die hohe Leitzahl des Blitzes zu Nutze, denn diese reicht meist völlig aus, um das vorhandene Licht zu übertreffen. Dazu benutzen wir den Blitz nicht mehr als Aufhellblitz im E-TTL-Modus, sondern stellen ihn in den manuellen Modus um.
Das Model wird an einer beliebigen Stelle (jedoch möglichst weit weg von einer Wand) platziert, der Blitz kommt nach Bedarf frontal des Motivs und die Kamera hinter den Blitz. Also von hinten in der Reihenfolge Model-Blitz-Kamera.
Stellt man jetzt den Blitz in den manuellen Modus um und geht dort mit der Leistung weniger pingelich um, so ist man dem Ziel schon sehr nahe. Meine Erfahrungswerte liegen meistens bei 1/8-1/4.
Denn als nächstes sind die Einstellungen an der Kamera dran. Oft ist eine geringe ISO-Zahl (100-200) und eine Blende um f8 von Vorteil, denn meistens bringen die Blitze bei 1/8-1/4 der Energie und auf eine recht nahe Distanz ziemlich viel Licht ins Bild. Man wird durch die maximale Synchronisationszeit meistens dazu gezwungen bis maximal 1/250s zu belichten, da sonst Bildfehler wie schwarze Balken der Klappen in der Kamera auftreten können.
Hier ein Beispielbild von mir (unbearbeitet/out of the box):
Beispielbild von frontalem Blitz
Lichtsetzung als Skizze
Vielleicht hat es der eine oder andere schon bemerkt: Richtig, es ist mein Bild zum Tag 27 meines 365-Tage Projektes.
Natürlich wurde hier etwas gephotoshoppt. Das Ausgangsbild (oben) läd auch dazu ein und so kommt man mit wenigen Schritten zum Ziel. Dazu habe ich ein kurzes Video erstellt in dem ich zeige, wie ich dieses Bild bearbeite. Die Untertitel sind zwar auf englisch, jedoch ist das gesamte Programm auf deutsch und daher sind die englischen Untertitel nicht so schlimm denke ich.
Am besten guckt man sich das Video direkt auf Vimeo.com an und dort im Vollbildmodus
Soo. Heute das erste von mehreren geplanten Tutorials. Oft sehen gewöhnlich Bilder relativ langweilig aus, per einfacher Kontrastverstärkung oder “zupfen” an der Gradiationskurve wird’s vielleicht auch nicht gleich besser aus. Es gibt aber Möglichkeiten, einem gewöhnlichen Bild auch ohne großen Aufwand wie mehrere Ebenenmasken usw. den richtigen Schliff zu verleihen. Das Ausgangsbild ist immer das selbe, nur eben jedes Mal eine andere Methode mit anderem Outcome
Ein Preview auf das, was nächste Woche kommt, gibt’s unten.